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24.04.

Ben Witter Preis 2018 an Christian Bartel

Der Ben Witter Preis geht in diesem Jahr an den Schriftsteller und Journalisten Christian Bartel. Neben seinen journalistischen Tätigkeiten hat er sich auch als Romanautor und Poetry-Slammer einen Namen gemacht. 

Die Jury der Ben Witter Stiftung zeichnet damit einen »brillanten Satiriker, einen ebenso heiteren wie bösen Beobachter politischer Phänomene und Phantome« aus. Weiterhin erklärte die Jury: »Ob Bartel sich der Traditionsoffensive der Bundeswehr annimmt oder dem deutschen Fetisch Auto: Seine subtilen Grotesken, zum größten Teil für die Berliner taz verfasst, steigern die Absurditäten unseres politischen und gesellschaftlichen Alltags fröhlich ins Monströse. Dem scharfsinnigen Sprachbeobachter und Stimmenimitator gelingt es mit staunenswerter Leichtigkeit, sich die unterschiedlichsten Jargons und Tonlagen zwischen cooldoof und wahnbürgerlich anzuverwandeln. Bartels kunstreich gefakte Reportagen und Homestories sind kleine Sprachkomödien – nicht zuletzt zum atemlos sich anbiedernden Geplapper des medialen Mainstreams.«

1995 wurde der mit 10.000 Euro dotierte Ben Witter Preis das erste Mal vergeben. Ehemalige Preisträger sind Gabriele Goettle, Georg Stefan Troller, Wladimir Kaminer, Willi Winkler, Elfriede Gerstl, Rolf Vollmann und das Autorenteam Gerhard Henschel und Gerhard Kromschröder. Die Auszeichnung erinnert an den 1993 verstorbenen Hamburger Schriftsteller und Journalisten Ben Witter.

Die Preisverleihung findet am 10. September um 19.00 Uhr im Literaturhaus statt. Die Laudatio hält Susanne Fischer.

24.04.

Neue Reihe: Bildbeschreibungen

Hamburger Kunsthalle und Literaturhaus Hamburg laden zur Kunstbetrachtung ein, zum Auftakt spricht Ulrich Raulff über Max Liebermanns »Selbstbildnis«

Von 2009 bis 2013 baten das Literaturhaus Hamburg und die Hamburger Kunsthalle zwanzig namhafte deutsche Autorinnen und Autoren, sich mit ihrem Lieblingsbild aus den Beständen der Kunsthalle zu befassen und ihren persönlichen Zugang in einem Essay niederzuschreiben. Die Erträge erschienen 2013 in Buchform: »Erstaunliche Einsichten« (Wachholtz). Jetzt beginnt eine neue Folge dieser »Bildbeschreibungen«. Sie widmet sich einem konkreten Sujet: dem Selbstporträt, dem Selbstbildnis. Wo in der Literatur von Karl Ove Knausgård bis Gerhard Henschel seit Jahren eine Tendenz zum offen autobiografischen Schreiben sichtbar wird, lohnt sich die Frage, wie die Malerei mit diesem Thema umgeht. Und so werden sich Schriftsteller und Essayisten in ihren »Bildbeschreibungen« nun mit den Selbstbildnissen aus den Sammlungen der Hamburger Kunsthalle auseinandersetzen – gefördert wiederum durch die Hans-Kauffmann-Stiftung.

Den Anfang macht am 26. April Ulrich Raulff, Direktor des Deutschen Literaturarchivs in Marbach und Autor stupend gelehrter Sachbücher. Er widmet sich in einem Originalessay Max Liebermanns »Selbstbildnis« (1909/10) und spricht darüber mit Markus Bertsch, dem Leiter der Sammlung 19. Jahrhundert in der Hamburger Kunsthalle.

Bildbeschreibungen zwei moderner Formen des Selbstporträts finden im Herbst statt: Die Mara-Cassens-Preisträgerin Sasha Marianna Salzmann spricht am 5. September im Literaturhaus über Nan Goldins »All by myself«. Terézia Mora stellt am 29. November in der Kunsthalle ihren Text über Maria Lassnigs »Selbstporträt als Prophet» vor.

Datum: Donnerstag, 26. 4. 2018, 19.00 Uhr, Eintritt: € 14,– / 10,–, Karten sind im Vorverkauf erhältlich. Das Ticket berechtigt auch zum Besuch der Sammlungen ab 17.00 Uhr, Ort: Hamburger Kunsthalle, Glockengießerwall 5

Eine gemeinsame Reihe von Hamburger Kunsthalle und Literaturhaus Hamburg, mit freundlicher Unterstützung der Hans-Kauffmann-Stiftung.

17.04.

Hamburger Buchhandlungspreis 2018

Eine Würdigung der Literatur und des kulturellen Lebens in Hamburg 

Zum dritten Mal vergibt die Hamburger Behörde für Kultur und Medien den Hamburger Buchhandlungspreis. Zudem wird ein Sonderpreis für das beste spezialisierte Sortiment verliehen.

Gesucht werden besonders engagierte inhabergeführte Buchhandlungen mit maximal drei Filialen. Der Hamburger Buchhandlungspreis ist mit 10.000 Euro dotiert und wird zum festlichen Abschluss der Langen Nacht der Literatur vergeben. Zusätzlich wird der mit 2.000 Euro dotierte Sonderpreis an eine Buchhandlung vergeben, die ein inhaltlich spezialisiertes Sortiment anbietet. Der Preis würdigt damit die zentrale Rolle, die der Buchhandel für die Vermittlung von Literatur und für das kulturelle Leben in Hamburg spielt.

»In Hamburg gibt es mehr als 80 ›geistige Tankstellen‹, wie Helmut Schmidt die Buchhandlungen einmal genannt hat. Sie alle stehen für gute klassische Beratung und sind Orte der Begegnung, des Austauschs und der Inspiration. Häufig sind die Buchhandlungen wichtige kulturelle Zentren ihres Stadtteils. Deshalb setzen wir in Hamburg ein Zeichen und ehren den großartigen Einsatz der Buchhändlerinnen und Buchhändler, deren Ziel es ist, jeden Tag aufs Neue für das Lesen zu begeistern«, so der Senator für Kultur und Medien, Dr. Carsten Brosda. 

Mitglieder der Jury sind in diesem Jahr: 

  • Dr. Thomas Andre (Feuilletonredakteur Hamburger Abendblatt),
  • Thomas Bleitner und Ragna Lüders-Cords (Inhaber Buchhandlung & Antiquariat Lüders, Gewinner des Buchhandlungspreises 2016),
  • Dr. Antje Flemming (Literaturreferentin Behörde für Kultur und Medien),
  • Carola Markwa (Geschäftsführerin Börsenverein des Deutschen Buchhandels Landesverband Nord e.V.),
  • Prof. Dr. Rainer Moritz (Leiter Literaturhaus Hamburg)
  • Rita Schmitt (Leitung Fachbereich Lektorat, Zentralbibliothek, Hamburger Öffentliche Bücherhallen)

Inhabergeführte Buchhandlungen können sich ab sofort für den Hamburger Buchhandlungspreis 2018 bewerben. Bewerbungsschluss ist der 15. Mai

Die Verleihung findet am 1. September in der Hamburger Kunsthalle statt. 

Weitere Informationen und die Bewerbungsunterlagen finden Sie auf der Seite Hamburg.de.