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30.09.

Großes Skandinavien-Battle zum heutigen Hieronymustag

Am Tag ihres Schutzpatrons, des Heiligen Hieronymus, stellen je zwei Hamburger Übersetzerinnen aus dem Norwegischen, Schwedischen und Finnischen ihre Arbeit vor: Als »Gläserne Übersetzer« nehmen sie ihr Publikum mit und zeigen die abenteuerlichen Wege und Umwege von einer Sprache in die andere. Auf dem Bildschirm sehen Sie das Original und die vor Ihren Augen entstehende Übersetzung. Publikumsfragen sind sehr Willkommen.

16.00–17.00 Uhr:
Christel Hildebrandt und Gabriele Haefs – aus dem Norwegischen: »Magnet« von Lars Saabye Christensen

17.00–18.00 Uhr:
Dagmar Mißfeldt und Angela Plöger – aus dem Finnischen: »Kätilö« von Katja Kettu

18.00–19.00 Uhr:
Renate Bleibtreu und Maike Barth – aus dem Schwedischen: »Im Bleistift-Ton. Ein Werkporträt« von Ingmar Bergman

Datum: Freitag, 30.9.2016  Zeit: 16.00–19.00 Uhr  Eintritt: frei  Ort: Zentralbibliothek, Hühnerposten 1 (Eingang: Arno-Schmidt-Platz)

22.09.

Lektüre für den Herbst, ausgewählt vom »Gemischten Doppel«

 

Annemarie Stoltenberg empfiehlt:

  • Matthias Brandt: Raumpartrouille. Kiepenheuer & Witsch
  • Elizabeth Strout: Die Unvollkommenheit der Liebe. Luchterhand
  • Jami Attenberg: Saint Mazie. Schöffling
  • Nir Baram: Weltschatten. Hanser
  • Tilmann Rammstedt: Morgen mehr. Hanser
  • Joost de Vries: Die Republik. Heyne
  • Alain de Botton: Der Lauf der Liebe. S. Fischer
  • Morten A. Strøksnes: Das Buch vom Meer. DVA

Rainer Moritz empfiehlt:

  • Donald Ray Pollock: Die himmlische Tafel. liebeskind
  • Sarah Bakewell: Das Café der Existenzialisten. C.H. Beck
  • Dževad Karahasan: Der Trost des Nachthimmels. Suhrkamp
  • Dirk Liesemer: Lexikon der Phantominseln. Mare
  • Colm Tóibín: Nora Webster. Hanser
  • J. L. Carr: Ein Monat auf dem Land. DuMont
  • Niklas Maak: Atlas der seltsamen Häuser und ihrer Bewohner. Hanser
  • Marcel Proust: Briefe. 1879–1922. Suhrkamp

Stephan Samtleben empfiehlt:

  • Ottessa Moshfegh: McGlue. liebeskind

Nächster Termin: 8.12.2016

20.09.

Julius-Campe-Preis 2016 für das Netzwerk der Literaturhäuser

Wir freuen uns, dass das Netzwerk der Literaturhäuser, dem das Literaturhaus Hamburg angehört, als Institution ausgezeichnet wird, die sich auf herausragende Weise literaturkritische und literaturvermittelnde Verdienste erworben hat. Der Julius-Campe-Preis 2016 wird vom Hoffmann und Campe Verlag vergeben.

Die Verleihung findet am Freitag, 21.10.2016 im Haus des Buches während der Frankfurter Buchmesse statt. Die Laudatio hält der Schriftsteller Hanns-Josef Ortheil. Neben der Auszeichnung erhält das Netzwerk der Literaturhäuser 99 Flaschen edlen Weins und das bei Hoffmann und Campe erschienene Faksimile der »Französischen Zustände« Heinrich Heines.

Daniel Kampa, Verleger von Hoffmann und Campe zur Entscheidung: »Literatur ist vielerorts zu Hause. Zu den schönsten Orten gehören sicherlich die Literaturhäuser in Basel, Berlin, Göttingen, Graz, Hamburg, Köln, Leipzig, Rostock, Salzburg, Stuttgart, Wien, Wiesbaden und Zürich, die heute das seit 2008 bestehende Netzwerk literaturhaus.net bilden. Als Treffpunkt für Autoren, Leser und Literaturinteressierte sind Literaturhäuser eine wertvolle und unverzichtbare Einrichtung im Kulturleben jeder Stadt. Sie bieten der Literatur eine prominente Bühne für Begegnungen und Inspirationen. Hier wird das Lesen zum Ereignis, hier werden Bücher lebendig. Wenn – wie Cicero einst sagte – ›ein Haus ohne Bücher wie ein Körper ohne Seele‹ ist, sind es die Literaturhäuser, die in vielen Städten die Seele der Bücher zum Schwingen bringen. Das Netzwerk der Literaturhäuser dient dem Austausch von Erfahrungen, Konzepten und Kontakten und leistet so einen essenziellen Beitrag zur fortwährenden Weiterentwicklung und Neuerfindung dieser so wichtigen Institution. Mit gemeinsamen Projekten, Veranstaltungen, Werbeaktionen, der Initiative ›Junges Literaturhaus‹ und dem ›Preis der Literaturhäuser‹ hat das Netzwerk seit seiner Gründung die Ausstrahlungskraft der Literaturhäuser als Zentren des literarischen Lebens und der Literaturvermittlung enorm gesteigert. Die Arbeit und Wirkung des Netzwerks Literaturhaus kann daher nicht hoch genug gewürdigt werden.«

Im Netzwerk der Literaturhäuser, 2008 aus einem losen Zusammenschluss zahlreicher deutschsprachiger Literaturhäuser als Verein hervorgegangen, entwickeln und veranstalten 14 Literaturhäuser in Deutschland, Österreich und der Schweiz mit verschiedenen Partnern internationale Projekte wie Länderschwerpunkte, bilaterale Stadtschreiberprojekte, Plakataktionen wie »Poesie in die Stadt« und Veranstaltungsreihen, aktuell »Fragile. Europäische Korrespondenzen«. Das Netzwerk ermöglicht es, Erfahrungen und Kontakte auszutauschen und über gemeinsame Projekte und Mittelakquisition im deutschsprachigen Raum als Literaturvermittler zu wirken. Die inzwischen auch international anerkannte »Marke« Literaturhaus soll gestärkt werden. Ziel ist es, zu zeigen, wie es auch im digitalen Zeitalter möglich ist, deutschsprachige und internationale Gegenwartsliteratur zeitgemäß und innovativ zu verbreiten. Viele der Mitglieder stärken unter dem Label »Junges Literaturhaus« die Kinder- und Jugendliteratur. Außerdem wird jährlich der Preis der Literaturhäuser verliehen. Mit diesem Preis werden Autorinnen und Autoren ausgezeichnet, die sich um originelle Lesungskonzepte bemühen und Abende in den Literaturhäusern zu unvergesslichen Live-Erlebnissen machen. Zu den Preisträgern zählen etwa Peter Kurzeck, Judith Schalansky, Feridun Zaimoglu, Elke Erb, Sibylle Lewitscharoff, Nicolas Mahler, Ilija Trojanow oder 2016 Ulf Stolterfoht. Medienpartner des literaturhaus.net ist ARTE. Weitere Informationen auf der Website des Netzwerks www.literaturhaus.net.

Der Laudator Hanns-Josef Ortheil wurde 1951 in Köln geboren. Er ist Schriftsteller, Pianist und Professor für Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus an der Universität Hildesheim. Seit vielen Jahren gehört er zu den bedeutendsten deutschen Autoren der Gegenwart. Sein Werk wurde mit vielen Preisen ausgezeichnet, darunter dem Thomas-Mann-Preis, dem Nicolas-Born-Preis, dem Stefan-Andres-Preis und zuletzt dem Hannelore-Greve-Literaturpreis. Seine Romane wurden in über zwanzig Sprachen übersetzt.

Der Preis ist benannt nach Julius Campe (1792 – 1867), der zu den größten Verlegern der deutschen Geschichte zählt. Als Entdecker von Heinrich Heine und als mutiger Förderer der Autoren des »Jungen Deutschlands« wurde er zum Inbegriff des idealistischen Verlegers, der literarische Entdeckungsfreude mit gesellschaftlichem Engagement vereint.

Das Netzwerk der Literaturhäuser reiht sich ein in die beachtliche Folge der bisherigen Julius-Campe-Preisträger: Denis Scheck (2015), Buchhandlungskooperation 5 plus (2014), Felicitas von Lovenberg (2013) Petra Roth (2012), Roger Willemsen (2011), Elke Heidenreich (2010), Elisabeth Niggemann (2009), Wendelin Schmidt-Dengler (2008), Klaus Reichert (2007, posthum), Michael Naumann (2006), Jan Philipp Reemtsma (2005), Joachim Kaiser (2004), Heinrich Detering (2003), Martin Walser (2002).