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24.05.

Sprechende Bilder – 6. Hamburger Graphic Novel Tage

Illustration © Kathleen Bernsdorf
Illustration © Kathleen Bernsdorf

Die 6. Hamburger Graphic Novel Tage vom 29. Mai bis zum 1. Juni 2017 stehen ganz im Zeichen des Erzählens. Wie in jedem Jahr sind Anschauung und Analyse ebenso garantiert wie neue Perspektiven auf die Kunst des Comics.

Am ersten Abend werden zwei Illustratoren von internationalem Rang miteinander über die Vor- und Nachteile von Bildergeschichten gegenüber Einzelzeichnungen sprechen: Christoph Niemann aus Berlin, regelmäßiger Coverzeichner des »New Yorker« und Schöpfer autobiografisch inspirierter humoristischer Bildreportagen, und der Franzose Blexbolex, dessen piktogrammatische Phantastik weltweit Furore gemacht hat. Am zweiten Abend treffen mit Paco Roca aus Spanien und dem in Utrecht lebenden Deutschen Tobi Dahmen zwei Comiczeichner zusammen, die Zeitgeschichte in epische Bildergeschichten mit höchstpersönlichen Inhalten zu fassen verstehen. Für den dritten Abend reist Sydney Padua aus London an, die mit ihrer aberwitzigen gezeichneten Biografie zweier Pioniere der Künstlichen Intelligenz, Ada Lovelace und Charles Babbage, eine ebenso ironische Persönlichkeitsdeutung von Berühmtheiten vorgenommen hat wie die Leipziger Zeichnerin Anna Haifisch, die in ihrem Comic »Von Spatz« einen imaginären Klinikaufenthalt von Walt Disney in Gesellschaft von Saul Steinberg und Tomi Ungerer schildert. Den Abschluss machen mit Zeina Abirached aus Paris und Simon Schwartz aus Hamburg zwei Künstler, die jeweils höchst politische Stoffe in verführerische grafische und erzählerische Opulenz zu kleiden verstehen, aber unter dieser schönen Oberfläche existenzielle Fragen menschlichen Zusammenlebens stellen. Moderiert werden alle Abende vom Kurator des Festivals Andreas Platthaus.

Die Auftaktveranstaltung ist bereits ausverkauft, Tickets für die anderen Abende sind noch erhältlich.

Programm

Literaturhaus, Montag, 29. 5. 2017, 19.00 Uhr, € 12,–/6,– (ausverkauft)
Idenn brauchen Inszenierung – Blexbolex und Christoph Niemann
Moderation: Andreas Platthaus, Übersetzung: Didier Gammelin
 
Literaturhaus, Dienstag, 30. 5. 2017, 19.00 Uhr, € 12,–/6,–
Vergangenheit braucht Vergegenwärtigung – Tobi Dahmen und Paco Roca
Moderation: Andreas Platthaus, Übersetzung: André Höchemer
 
Literaturhaus, Mittwoch, 31. 5. 2017, 19.00 Uhr, € 12,–/6,–
Prominenz braucht Phantastik – Anna Haifisch und Sydney Padua
Moderation: Andreas Platthaus
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Literaturhaus, Donnerstag, 1. 6. 2017, 12.00–18.00 Uhr, € 20,–
Don't tell me what to do – Workshop
Workshop mit Anna Haifisch
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Literaturhaus, Donnerstag, 1. 6. 2017, 19.00 Uhr, € 12,–/6,–
Zeitbrüche brauchen Zeichner – Zeina Abirached und Simon Schwartz
Moderation: Andreas Platthaus, Übersetzung: Didier Gammelin
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23.05.

HIGH VOLTAGE – Frühjahrslesetage Hamburg

Illustration © HIGH VOLTAGE
Illustration © HIGH VOLTAGE

Fortsetzung der Frühjahrslesetage Hamburg für 2018 geplant

Nach zwölf gelungenen Lesungen Ende April ziehen die Veranstalter positive Bilanz. Beflügelt vom Erfolg der ersten Ausgabe beschlossen die Kooperationspartner Stromnetz Hamburg und Literaturhaus Hamburg den nächsten Termin für 2018: Die zweiten Frühjahrslesetage Hamburg finden vom 18. bis 24. April 2018 statt.

Die Premiere von HIGH VOLTAGE – Frühjahrslesetage Hamburg war sehr erfolgreich: Die Lesungen von Sarah Bakewell, Zsuzsa Bánk, Jostein Gaarder, Eva Menasse und Clemens Meyer, sowie der Edgar-Allan-Poe-Abend mit Andreas Nohl und Felix von Manteuffel erfuhren großen Zuspruch beim Publikum. Die Veranstaltung mit Zsuzsa Bánk war lange im Voraus ausverkauft. Zahlreiche Schulklassen machten sich auf den Weg zum Stromnetz-Betriebsgelände: Dort beeindruckten Jan von Holleben, Uticha Marmon, Maja Nielsen, Arne Rautenberg und Ute Wegmann. Am Familiensamstag wusste Joachim Hecker zu begeistern.

Prof. Dr. Rainer Moritz, Leiter des Literaturhauses Hamburg: »HIGH VOLTAGE hat gezeigt, dass ein Festival mit hoher literarischer Qualität große Attraktivität besitzt. Deshalb setzen wir es voller Begeisterung fort.«

Karin Pfäffle, Geschäftsführerin Stromnetz Hamburg GmbH: »Das kleine, aber feine Literaturfestival hat das Publikum begeistert und uns die Entscheidung für eine Fortsetzung im kommenden Jahr leicht gemacht.«

Das Programm für die Frühjahrslesetage Hamburg 2018 steht Anfang des Jahres fest. Weitere Informationen folgen.

17.05.

Ben Witter Preis 2017 an Gerhard Henschel und Gerhard Kromschröder

Der Ben Witter Preis geht in diesem Jahr an den Romancier und Journalisten Gerhard Henschel und den Fotografen und ehemaligen Stern-Reporter Gerhard Kromschröder für ihr Buch »Landvermessung. Durch die Lüneburger Heide von Arno Schmidt zu Walter Kempowski« (Edition Themen).

Erstmalig zeichnet die Ben Witter Stiftung damit ein einzelnes Buch aus. In der Begründung der Jury heißt es, den beiden Autoren sei es gelungen, »mit einer kongenialen Verbindung von Text und Bild in wechselnden Tönen von Ernst und Witz ein Gesamtkunstwerk zu schaffen. Auf der Linie zwischen Schmidts Wohnort Bargfeld und Kempowskis Wohnsitz in Nartum entfaltet Henschel eine landes- und literaturgeschichtliche Chronik, die seine Wandereindrücke unterfüttern. Dazu dokumentiert Kromschröder in seinen Fotos mit viel Sinn für Situationskomik die heutigen An- und Ausblicke auf der Strecke durch das vielschichtige ländliche Deutschland.«

Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert und wird seit 1995 verliehen. Zu den Preisträgern gehören Gabriele Goettle, Hermann Unterstöger, Georg Stefan Troller, Wiglaf Droste, Susanne Fischer und Nils Minkmar. Stifter ist der 1993 verstorbene Hamburger Schriftsteller und Journalist Ben Witter.

Die Preisverleihung findet am 4.9.2017 im Literaturhaus Hamburg statt. Die Laudatio hält Willi Winkler.

Das Team des Literaturhauses gratuliert den Preisträgern herzlich.