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10.02.

Titelliste für »März & Moritz & 1 Gast«

Gast des siebenundzwanzigsten Abends ist die Literaturkritikerin Wiebke Porombka, die unter anderem für die »Frankfurter Allgemeine« und »Die Zeit« schreibt. 2014 stand sie der Jury des Deutschen Buchpreises vor; gegenwärtig ist sie Jurymitglied des Preises der Leipziger Buchmesse.

Folgende fünf Titel werden besprochen:

  • Haruki Murakami: »Die Ermordung des Commendatore I« (DuMont)
  • Monika Maron: »Munin oder Chaos im Kopf« (S. Fischer)
  • Milena Michiko Flašar: »Herr Kato spielt Familie« (Wagenbach)
  • Elena Ferrante: »Die Geschichte des verlorenen Kindes« (Suhrkamp)
  • Roberto Saviano: »Der Clan der Kinder« (Hanser)
08.02.

Shortlists zum Preis der Leipziger Buchmesse

Die fünf Nominierten für die Kategorie Belletristik sind am 8.3. im Literaturhaus zu Gast

Die Shortlists zum Preis der Leipziger Buchmesse wurden heute veröffentlicht. Die Jury unter dem Vorsitz von Kristina Maidt-Zinke begründet ihre Entscheidungen auf der Website des Preises.

Nominierte in der Kategorie Belletristik

  • Isabel Fargo Cole: »Die grüne Grenze« (Edition Nautilus)
  • Anja Kampmann: »Wie hoch die Wasser steigen« (Carl Hanser Verlag)
  • Esther Kinsky: »Hain: Geländeroman« (Suhrkamp)
  • Georg Klein: »Miakro« (Rowohlt)
  • Matthias Senkel: »Dunkle Zahlen« (Matthes & Seitz)

Wir freuen uns sehr, alle fünf Nominierten am 8. März bei unserem Shortlist-Belletristik-Abend begrüßen zu dürfen. Ulrike Sárkány und Rainer Moritz moderieren die Veranstaltung. Der allgemeine Vorverkauf startet am 15.2., für Literaturhaus-Mitglieder am 9.2.

Nominierte in der Kategorie Sachbuch/Essayistik

  • Martin Geck: »Beethoven. Der Schöpfer und sein Universum« (Siedler Verlag)
  • Gerd Koenen: »Die Farbe Rot. Ursprünge und Geschichte des Kommunismus« (C. H. Beck)
  • Andreas Reckwitz: »Die Gesellschaft der Singularitäten. Zum Strukturwandel der Moderne« (Suhrkamp)
  • Bernd Roeck: »Der Morgen der Welt. Geschichte der Renaissance« (Historische Bibliothek der Gerda Henkel Stiftung, C. H. Beck)
  • Karl Schlögel: »Das sowjetische Jahrhundert. Archäologie einer untergegangenen Welt« (Edition der Carl Friedrich von Siemens Stiftung, C. H. Beck)

Andreas Reckwitz wird am 27.6. beim Philosophischen Café zu Gast sein. Der Vorverkauf beginnt am 15.5.

Nominierte in der Kategorie Übersetzung

  • Robin Detje: übersetzte aus dem amerikanischen Englisch »Buch der Zahlen« von Joshua Cohen (Schöffling)
  • Olga Radetzkaja: übersetzte aus dem Russischen »Sentimentale Reise« von Viktor Schklowskij (Die Andere Bibliothek)
  • Sabine Stöhr und Juri Durkot: übersetzten aus dem Ukrainischen »Internat« von Serhij Zhadan (Suhrkamp)
  • Michael Walter: übersetzte aus dem Englischen die »Werksausgabe« in drei Bänden von Laurence Sterne (Galiani)
  • Ernest Wichner: übersetzte aus dem Rumänischen »Oxenberg und Bernstein« von Catalin Mihuleac (Paul Zsolnay Verlag)

Die »Werkausgabe« von Laurence Sterne stellt der Übersetzer Michael Walter gemeinsam mit Susanne Fischer, Frank Schulz und Gerd Haffmans am 24.4. bei HIGH VOLTAGE im Literaturhaus vor. Der Vorverkauf beginnt am 15.3.

Das Literaturhaus gratuliert allen Nominierten. Die Preisträgerinnen und Preisträger werden am 15.3. auf der Leipziger Buchmesse bei der Preisverleihung bekanntgegeben.

02.02.

Ute Frevert zur #MeToo-Debatte

Ute Frevert © Mike Wolff, Verlag Der Tagesspiegel
Ute Frevert © Mike Wolff, Verlag Der Tagesspiegel

Thema des Philosophischen Cafés »Beschämung und Demütigung. Über Macht und Ohnmacht«

Ute Frevert hat sich in der #MeToo-Debatte zu Wort gemeldet, denn, so schreibt sie in einem Essay in der »FAZ« vom 27. Januar 2018: »Es geht um Scham. Sie verschließt den Opfern den Mund und hindert sie daran, die Täter namhaft zu machen und vor Gericht zu bringen. Das mag auf den ersten Blick verwundern. Denn wofür sollte sich eine misshandelte, in ihrer Ehre und Selbstachtung gekränkte Frau schämen? Sollte sie nicht eher Abscheu, Wut und Zorn empfinden und dies auch zum Ausdruck bringen? Definiert man Scham als Antwort auf eigenes Fehlverhalten, dann fällt es in der Tat schwer, sich einen Reim auf die Scham der Opfer zu machen. Denn der Übergriff war schließlich von Dritten verursacht, sie selbst trugen daran keine Schuld.« In einem Interview mit Deutschlandfunk Kultur sagte sie: »Die Macht der Scham hat viel mit gesellschaftlicher Hierarchie zu tun.« Das ist das Thema des nächsten Philosophischen Cafés. Ausgangspunkt ist das jüngst im S. Fischer Verlag erschienene Buch von Ute Frevert »Die Politik der Demütigung: Schauplätze von Macht und Ohnmacht«.

Zur Vorbereitung haben wir Ausschnitte aus ihrem Essay »Die Scham ist Komplizin der Männer« aus der »FAZ« und aus dem Buch zusammengestellt. Das Rundfunkgespräch »Wie die Macht der Scham funktioniert« lässt sich in der Mediathek von Deutschlandfunk Kultur anhören.

Texte zur Vorbereitung (PDF)

Philosophisches Café mit Ute Frevert, Dienstag, 13.2.2018, 19.00 Uhr, Karten im Vorverkauf verfügbar. Weitere Informationen auf der Veranstaltungsseite.