28.2.

Ulrich Schacht

liest aus seinem neuen Roman »Notre Dame«

Sein Leben lang hat Torben Berg den Fall der Mauer herbeigesehnt, dafür gekämpft. Doch als es endlich soweit ist, wird er von einer zerstörerischen Leidenschaft überwältigt. »Notre Dame« (Aufbau Verlag) ist ein Roman von faustischer Art, in dem sich die große Geschichte mit dem Liebesschicksal eines einzelnen Mannes verwebt.


Paris, Ende 1991. Der deutsche Journalist Torben Berg ist in die französische Hauptstadt geflogen, um fern von seiner Familie den Silvesterabend zu verbringen. Zwar weiß seine zwölfjährige Tochter von der Reise, nicht aber seine Frau: Ihre Ehe ist gescheitert. Der Ort ist nicht zufällig gewählt. Genau hier widerfuhr Berg anderthalb Jahre zuvor das größte Liebesglück und größte Liebesleid. Damals begleitete ihn die junge Studentin Henrike Stein aus Leipzig, die Berg nach einem Konzert Wolf Biermanns Ende 1989 kennengelernt hatte. Es begann eine gewaltige, eine erotische Liebe, die sich gleichwohl immer mehr verdunkelte und deren Schatten bis nach Paris ins Jahr 1991 reichen. Hier muss Torben Berg einen neuen Horizont finden, damit sich der Himmel endlich wieder aufzuhellen beginnt.

Der 1951 geborene, heute in Schweden lebende Ulrich Schacht erregte zuletzt mit seiner Novelle »Grimsey« Aufsehen, für die er den Preis der LiteraTour Nord 2016 erhielt. In »Notre Dame« gelingt ihm das »Kunststück, die Turbulenzen und Kapriolen des Nachwendejahres 1990 in einer radikalen, zärtlichen Liebesgeschichte zu erzählen.« (Lutz Seiler)

Moderation: Rainer Moritz

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Informationen
Datum
Dienstag, 28.2.2017
Zeit
19.30 Uhr
Eintritt
€ 10,–/6,–
Ort
Literaturhaus

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