26.9.

Philippe Pujol

stellt sein Buch »Die Erschaffung des Monsters. Elend und Macht in Marseille« vor

Mit seinem ersten auf Deutsch erschienenen Buch macht der Franzose Philippe Pujol Autorenkollegen wie Roberto Saviano Konkurrenz, der in Italien vor allem mit seinem Werk »Gomorrha« über die neapolitanische »criminalità organizzata« für Furore sorgte. In »Die Erschaffung des Monsters. Elend und Macht in Marseille« (Hanser Berlin; Übersetzung: Till Bardoux und Oliver Ilan Schulz) berichtet Pujol von den vorherrschenden Gegensätzen seiner französischen Heimatstadt, die einerseits vor mediterraner Weltoffenheit strotzt, andererseits aber in Korruption, Kriminalität, Armut und Perspektivlosigkeit versinkt. Es geht um die Akteure der Stadt, von den minderjährigen Straßendealern bis hin zu Lokalpolitikern und Immobilienhaien. Pujol zeigt, was auch außerhalb Frankreichs, ja europaweit zunehmend zum Alltag gehört und schafft mit seinem Buch ein Werk von enormer literarischer Kraft und politischer Brisanz.
Philippe Pujol wurde 1975 in Paris geboren. Er lebt in Marseille.

Mehrere Jahre berichtete er für die französische Tageszeitung »La Marseillaise« von der herrschenden Kriminalität, der Nachlässigkeit der Behörden und von abgeschotteten Zonen seiner Heimatstadt. Für seine Artikelreihe »Quartiers Shit« über die Viertel im Norden Marseilles erhielt er 2014 den renommierten Prix Albert Londres.

Moderation: Gesa Schneider
Deutsche Lesung: Michail Paweletz

Mit freundlicher Unterstützung der Behörde für Kultur und Medien Hamburg, Beitrag zum Ehrengast-Programm »Francfort en français – Frankfurt auf Französisch« der Frankfurter Buchmesse

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Informationen
Datum
Dienstag, 26.9.2017
Zeit
19.30 Uhr
Eintritt
€ 12,–/8,–
Ort
Literaturhaus

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Eintritt:
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Eintritt:
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Eintritt:
12,– /8,–
Ort:
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