Mara-Cassens-Preis

Der nach seiner Stifterin benannte und seit 2020 mit 20.000 Euro dotierte Mara-Cassens-Preis ist der höchstdotierte Literaturpreis für einen deutschsprachigen Romanerstling und der einzige Literaturpreis, der von einer Leserjury vergeben wird.

Die Hamburger Stifterin Mara Cassens wollte mit ihrem Preis Autoren und Autorinnen ermöglichen, »sich für eine gewisse Zeit ganz dem Schreiben zu widmen«. Die Jury besteht ausschließlich aus Mitgliedern des Literaturhaus Hamburg e.V., die nicht im Literaturbetrieb tätig sind. Der Mara-Cassens-Preis wird bei einer feierlichen öffentlichen Preisverleihung übergeben.

Preisträgerinnen und Preisträger

  • 2019  Emanuel Maeß: »Gelenke des Lichts«, Wallstein
  • 2018  Anja Kampmann: »Wie hoch die Wasser steigen«, Hanser
  • 2017  Sasha Marianna Salzmann: »Außer sich«, Suhrkamp
  • 2016  Katharina Winkler: »Blauschmuck«, Suhrkamp
  • 2015  Verena Boos: »Blutorangen«, Aufbau
  • 2014  Regina Scheer: »Machandel«, Knaus
  • 2013  Sarah Stricker: »Fünf Kopeken«, Eichborn
  • 2012  Andreas Martin Widmann: »Die Glücksparade«, Rowohlt
  • 2011  Max Scharnigg: »Die Besteigung der Eiger-Nordwand unter einer Treppe«, Hoffmann und Campe
  • 2010  Sabrina Janesch: »Katzenberge«, Aufbau
  • 2009  Roman Graf: »Herr Blanc«, Limmat
  • 2008  Lukas Bärfuss: »Hundert Tage«, Wallstein
  • 2007  Larissa Boehning: »Lichte Stoffe«, Eichborn
  • 2006  Clemens Meyer: »Als wir träumten«, S. Fischer
  • 2005  Matthias Göritz: »Der kurze Traum des Jacob Voss«, Berlin-Verlag
  • 2004  Terézia Mora: »Alle Tage«, Luchterhand
  • 2003  Erwin Koch: »Sara tanzt«, Nagel & Kimche
  • 2002  Zsuzsa Bánk: »Der Schwimmer«, S. Fischer
  • 2001  Annette Pehnt: »Ich muß los«, Piper
  • 1999/2000  Peter Märthesheimer: »Ich bin die Andere«, Europa
  • 1998  John von Düffel: »Vom Wasser«, DuMont
  • 1997  Susanne Röckel: »Eschenhain«, Luchterhand
  • 1996  Marlene Streeruwitz: »Verführungen.«, Suhrkamp
  • 1995  Clemens Eich: »Das steinerne Meer«, S. Fischer
  • 1994  Peter Mohr: »Das Verschwinden der Worte«, Thom
  • 1993  Thomas Lehr: »Zweiwasser oder Die Bibliothek der Gnade«, Rütten & Loening
  • 1992  Gerrit Bekker: »Farbe der Schatten«, S. Fischer
  • 1991  Ralf Rothmann: »Stier«, Suhrkamp

Bis 1990 hieß der Preis »Der erste Roman« und wurde von der Neuen Literarischen Gesellschaft verliehen. Ab 1991 wurde er vom Literaturhaus-Verein als Mara-Cassens-Preis fortgeführt.

  • 1990  Gabrielle Alioth: »Der Narr«, Nagel & Kimche
  • 1989  Michael Benckert: »Eva Maria Säuberlin«, Radius
  • 1988  Rolf Niederhauser: »NADA oder Die Frage des Augenblicks«, Luchterhand
  • 1987  Alfred Cordes: »Caspar Coppenrath«, C. Bertelsmann
  • 1986  André Kaminski: »Nächstes Jahr in Jerusalem«, Suhrkamp
  • 1985  Christoph Hein: »Horns Ende«, Luchterhand
  • 1984  Annelore Schmidt-Weyland: »Ruben. Geschichte eines Jungen«, Radius
  • 1983  Martin Mosebach: »Das Bett«, Hoffmann und Campe
  • 1982  Theodor Schübel: »Kellerjahre«, Droemer
  • 1981  Sibylle Knauss: »Ach Elise oder Lieben ist ein einsames Geschäft«, Hoffmann und Campe
  • 1980  Christian Opitz: »Sonntags schlesisches Himmelreich«, Kindler
  • 1979  Helga M. Novak: »Die Eisheiligen«, Luchterhand
  • 1978  Silvio Blatter: »Zunehmendes Heimweh«, Suhrkamp
  • 1977  Martin Stade: »Der König und sein Narr«, DVA
  • 1976  Ursula Ziebarth: »Hexenspeise«, Neske
  • 1975  Günter Radtke: »Die dünne Haut der Luftballons«, DVA
  • 1974  nicht vergeben
  • 1973  Christoph Meckel: »Bockshorn«, Nymphenburger
  • 1972  Klaus Schlesinger: »Capellos Trommel. Benziger« (unter dem Titel »Michael« bei Hinstorff erschienen)
  • 1971  Michael Heim: »Assuan, wenn der Damm bricht«, Desch
  • 1970  Heike Doutiné: »Wanke nicht, mein Vaterland«, Claassen