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08.12.

Lektüreempfehlungen vom Gemischten Doppel

Sie sind auf der Suche nach geschenktauglichen Büchern? Annemarie Stoltenberg und Rainer Moritz helfen weiter und empfehlen die besten Bücher der Saison. Auch Buchhändler Stephan Samtleben steuert einen Buchtipp bei.

Annemarie Stoltenberg empfiehlt:

  • Johannes V. Jensen: »Neue Himmerlandsgeschichten«, Übersetzung: Ulrich Sonnenberg. Guggolz, € 25,–
  • Tania Blixen: »Babettes Gastmahl«. Manesse, € 20,–
  • Maggie O’Farrell: »Porträt einer Ehe«, Übersetzung: Thomas Bodmer. Piper, € 24,–
  • Paul Smith: »Bäume«, Übersetzung: Tobias Rothenbücher. DuMont, € 48,–
  • Marin Montagut: »Verborgene Schätze in Paris«, Übersetzung: Annika Klapper. DuMont, € 32,–
  • Felicitas Hoppe: »Gedankenspiele über die Sehnsucht«. Droschl, € 10,–
  • Friedrich Ani: »Bullauge«. Suhrkamp, € 23,–
  • John Lewis-Stempel: »Das geheime Leben der Eule«, Übersetzung: Sofia Blind. DuMont, € 20,–

Rainer Moritz  empfiehlt:

  • Sandra Kegel (Hrsg.): »Prosaische Passionen«. Manesse, € 40,–
  • Nigel Slater: »A Cook’s Book«, Übersetzung: Sofia Blind. DuMont, € 42,–
  • Leïla Slimani: »Schaut, wie wir tanzen«, Übersetzung: Amelie Thoma. Luchterhand, € 22,–
  • Alex Schulman: »Verbrenn all meine Briefe«, Übersetzung: Hanna Granz. dtv, € 23,–
  • Andreas Bernard: »Wir gingen raus und spielten Fußball«. Klett-Cotta, € 20,–
  • Werner Irro (Hrsg.): »Nicht irgendwo und irgendwie zu sein, sondern nur hier. Hamburg literarisch«. Ellert & Richter, € 25,–
  • Michael Seufert; Michael Zapf: »Die Bille«. Ellert & Richter, € 30,–
  • Mary Beth Keane: »Mit dir bis ans andere Ende der Welt«, Übersetzung: Heike Reissig. Eisele, € 24,–
  • Cormac McCarthy: »Der Passagier«, Übersetzung: Nikolaus Stingl. Rowohlt, € 28,–

Stephan Samtleben empfiehlt:

  • Peter Cameron: »Was geschieht in der Nacht«, Übersetzung: Werner Löcher-Lawrence. Liebeskind, € 24,–

Titelliste (PDF)

Weitere Geschenkideen finden Sie hier.

08.12.

Weihnachtstipps vom Philosophischen Café

Barbara Bleisch, Wolfram Eilenberger und Jonas Lüscher blicken auf das philosophische Bücherjahr zurück und geben Ihnen Lektüreempfehlungen für den langen Winter.

Barbara Bleisch empfiehlt:

  • Christian Neuhäuser (Hg.), Christian Seidel (Hg.): »Was ist Moralismus?« Reclam, € 6,–
  • Christian Neuhäuser (Hg.), Christian Seidel (Hg.): »Kritik des Moralismus« Suhrkamp, € 28,–
  • Rebecca Solnit: »Orwells Rosen«, Übersetzung: Michaela Grabinger. Rowohlt, € 24,–

Wolfram Eilenberger empfiehlt:

  • Omri Boehm: »Radikaler Universalismus«, Übersetzung: Michael Adrian. Propyläen, € 22,–
  • Lea Ypi: »Frei«, Übersetzung: Eva Bonné. Suhrkamp, € 28,–
  • Werner Herzog: »Jeder für sich und Gott gegen alle«. Hanser, € 28,–

Jonas Lüscher empfiehlt:

  • Bruno Latour, Nikolaj Schultz: »Zur Entstehung einer ökologischen Klasse« Übersetzung: Bernd Schwibs. Suhrkamp, € 14,–
  • Gunilla Palmstierna-Weiss: »Eine europäische Frau«, Übersetzung: Jana Hallberg Verbrecher, € 39,–
  • Jura Soyfer: »Der Weltuntergang«. Kurpfälzischer Verlag, € 15,–

Das nächste Philosophische Café wird am 17.1. stattfinden. Zu Gast ist Armen Avanessian.

Titelliste (PDF)

23.11.

Deutscher, Österreichischer und Schweizer Buchpreis 2022

Zum Auftakt der Frankfurter Buchmesse am 17. Oktober wurde der Deutsche Buchpreis an Kim de l'Horizon vergeben. Nun wurde am 20. November der Schweizer Buchpreis vergeben und gefolgt vom Österreichischen Buchpreis am 21. November.

Österreichischer Buchpreis an Verena Roßbacher

Der Österreichische Buchpreis geht in diesem Jahr an Verena Roßbacher. Die in Berlin lebende Autorin erhält die Auszeichnung für ihren Roman »Mon Chéri und unsere demolierten Seelen«. Mit ihrer Hauptfigur habe Roßbacher nicht nur eine Figur geschaffen, die man nie mehr vergesse; sie gestehe ihr auch eine geradezu unglaubliche Persönlichkeitsentwicklung zu, begründet die Jury ihre Entscheidung. »Lustige Frauen, das lernen wir mit Verena Roßbacher, sind einfach unwiderstehlich!«

Auf der Shortlist für den mit 20.000 Euro dotierten Preis standen auch Robert Menasse (»Die Erweiterung«), Anna Kim (»Geschichte eines Kindes«) Helena Adler (»Fretten«) und Reinhard Kaiser-Mühlecker (»Wilderer«). Für das beste Debüt wurde die Hamburgerin Lena-Marie Biertimpel geehrt, die in Wien studiert. Sie habe mit ihrem Roman »Luftpolster« ein »eindringliches Debüt« geschaffen, das wuchtig und zärtlich zugleich sei.

Der Österreichische Buchpreis wird vom österreichischen Kulturministerium, dem Hauptverband des Österreichischen Buchhandels und der Arbeiterkammer Wien ausgerichtet.

Deutscher und Schweizer Buchpreis an Kim de l'Horizon

Kim de l‘Horizon gewinnt den Schweizer Buchpreis 2022 für den Roman »Blutbuch« (Dumont Verlag 2022). Im Oktober wurde de l'Horizon bereits mit dem Deutschen Buchpreis ausgezeichnet.

In der Begründung der Jury heisst es: »Kim de l’Horizon hat in ‹Blutbuch› eine non-binäre Erzählfigur geschaffen, die sich in die eigene Kindheit begibt und ihrer Familiengeschichte nachgeht. Was geschieht, wenn gesellschaftliche Normen gebrochen werden? Wenn über Gewalt nicht gesprochen wird? Kim de l’Horizon verwandelt Erfahrung in Literatur – eigene Erfahrung und die Erfahrung von Mutter, Grossmutter und der Frauen davor. Auf dieser Suche probiert Kim de l’Horizon verschiedene Sprachen, Stimmen und Register aus.«

Das Preisgeld beträgt 30.000 Franken, für die weiteren Nominierten je 3.000 Franken. Eingereicht waren 88 Titel aus 58 Verlagen. Die weiteren Nominierten waren Simon Froehling (»Dürrst«), Lioba Happel (»Pommfritz aus der Hölle«), Thomas Hürlimann (»Der Rote Diamant«) und Thomas Röthlisberger (»Steine zählen«).

Der Schweizer Buchpreis wurde 2008 vom Verein LiteraturBasel und dem Schweizer Buchhandels- und Verlags-Verband (SBVV) initiiert und ist dieses Jahr zum fünfzehnten Mal vergeben worden.