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19.05.

Kirsten-Boie-Preis für Kinderliteratur 2022 an Uticha Marmon

Den Kirsten-Boie-Preis für Kinderliteratur 2022 erhält Uticha Marmon für ihr Kinderbuch-Manuskript »Frieda und Nikki, die Grenzkuh und der zufällige Weltfrieden«.

Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert und wird von der Hamburger Literaturstiftung in Kooperation mit dem Literaturhaus Hamburg, den Hamburger Kinder- und Jugendbuchverlagen Carlsen und Friedrich Oetinger und mit freundlicher Unterstützung der Bodo Röhr Stiftung in diesem Jahr zum zweiten Mal vergeben. Neben der Preissumme erhält Uticha Marmon für ihr ausgezeichnetes Manuskript einen Verlagsvertrag. Ihr Buch erscheint im kommenden Jahr im Carlsen Verlag. 

Aus der Jurybegründung:
»Ein zerstrittenes Dorf, ein überschaubarer Kosmos, eine Kuh, die auf der Grenze kalbt – Uticha Marmon erzählt scharfsinnig, eindringlich und komisch von großen Themen im Kleinen, von Krieg und Frieden, Besitzansprüchen und Geheimnissen. Im Mittelpunkt: ein Mädchen, ein Junge und jede Menge eigenwillige Erwachsene.«

Uticha Marmon, geboren 1979 in Berlin, studierte Dramaturgie, Literaturwissenschaft und Pädagogik in Mainz, Wien und München. Sie lebt als freiberufliche Dramaturgin, Lektorin und Autorin in Hamburg.

Das Förderstipendium des Kirsten-Boie-Preises 2022 erhält Tanja Schwarze für ihr Romanmanuskript »Die Stunde des Ogers«. Mit dem Stipendium ist ein professionelles Lektorat des eingereichten Textes im Wert von 1.000 Euro verbunden.

Aus der Jurybegründung:
»Der Autorin gelingt es, die Zeit zwischen Kindheit und Jugend, hier verschärft durch die Krankheit der Mutter, in eine sich zuspitzende Situation zu führen. Das klug gewählte Setting eines überschaubaren Inselmikrokosmos steht der inneren Zerrissenheit der 10-jährigen Hauptfigur gegenüber. Die gelungene Mischung aus Phantasie und sensibilisierter Wirklichkeitswahrnehmung führt zu Spannungsmomenten und philosophischen Überlegungen, die mit Leichtigkeit dennoch komplex erzählt werden.« 

Tanja Schwarze, Jahrgang 1972, lebt als freie Autorin mit ihrer Familie in Hamburg. Sie studierte deutsche, englische und amerikanische Literatur und, wie sie sagt, kurz auch Mathematik.

Die Jury des Kirsten-Boie-Preises wählte die Siegertitel aus über 200 Einsendungen. Mitglieder der Jury sind die Kritikerin und Autorin Ute Wegmann, die Autorin und Dozentin Annette Pehnt, die Buchhändlerin Christiane Hoffmeister, der Kritiker und Autor Tilman Spreckelsen und der ehemalige Kinderbuchverleger Klaus Humann.

Die Preisverleihung mit Kirsten Boie findet am 1. Juni 2022 um 19.00 Uhr im Literaturhaus Hamburg statt. Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist erforderlich per Mail an service@literaturhaus-hamburg.de.

Der Kirsten-Boie-Preis für Kinderliteratur zeichnet alle zwei Jahre das beste unveröffentlichte Kinderbuch einer deutschsprachigen Autorin bzw. eines deutschsprachigen Autors aus. Über das Preisgeld hinaus geht die Auszeichnung mit einem Verlagsvertrag einher, der im ersten Jahr der Ausschreibung mit dem Friedrich Oetinger Verlag in Hamburg geschlossen wurde. Das prämierte Kinderbuch »Mission Kolomoro« von Julia Blesken erschien dort 2021.

Gewinnerin des Förderstipendiums 2020 war Rebecca Elbs, deren Buch »Leo und Lucy – Die Sache mit dem dritten L« 2021 bei Carlsen erschien. Für ihren ersten Kinderroman, der aktuell für den Deutsch-Französischen Jugendliteraturpreis nominiert ist, wurde Rebecca Elbs mit einem Kranichsteiner Kinderliteraturstipendium 2022 des Deutschen Literaturfonds ausgezeichnet. 

03.05.

März & Moritz & 1 Gast

Ursula März, Rainer Moritz und ihr Gast Katja Gasser diskutieren am 17. Mai diese fünf Neuerscheinungen: 

  • Wolf Haas: »Müll«
  • Reinhard Kaiser-Mühlecker: »Wilderer«
  • Kristine Bilkau: »Nebenan«
  • Walerjan Pidmohylnyi: »Die Stadt«, Übersetzung aus dem Ukrainischen: Alexander Kratochvil, Lukas Joura, Jakob Wunderwald und Lina Zalitok
  • Marie Gamillscheg: »Aufruhr der Meerestiere«

Weitere Informationen finden Sie auf der Veranstaltungsseite, Tickets für den Saal und den Livestream erhalten Sie im Vorverkauf

20.04.

Frühjahrslesetipps vom Gemischten Doppel

 Annemarie Stoltenberg und Rainer Moritz haben unermüdlich die Verlagskataloge gewälzt, Bücher kritisch geprüft und neugierig gelesen, um die Spreu vom Weizen trennen und ihre Lieblingsbücher aus diesem Frühjahr empfehlen zu können.

Annemarie Stoltenberg

  • Jakob Hein: »Der Hypnotiseur«. Galiani, € 20,–
  • Hila Blum: »Wie man seine Tochter liebt«, Übersetzung: Ruth Achlama. Berlin, € 24,–
  • Delphine de Vigan: »Die Kinder sind Könige«, Übersetzung: Doris Heinemann. DuMont, € 23,–
  • Mathijs Deen: »Der Holländer«, Übersetzung: Andreas Ecke. Mare, € 20,–
  • Charles Pépin: »Kleine Philosophie der Begegnung«, Übersetzung: Caroline Gutberlet. Hanser, € 20,–
  • Bonnie Garmus: »Eine Frage der Chemie«, Übersetzung: Ulrike Wasel, Klaus Timmermann. Piper, € 22,–
  • Mario Giordano: »Terra di Sicilia«. Goldmann, € 22,–
  • Jennifer Lucy Allan: »Das Lied des Nebelhorns«, Übersetzung: Rudolf Mast. Mare, € 24,–
  • Bonustitel Rainer Moritz: »Unbekannte Seiten«. Kampa, € 14,

Rainer Moritz

  • Anne Tyler: »Eine gemeinsame Sache«, Übersetzung: Michaela Grabinger. Kein & Aber, € 26,–
  • Yasmina Reza: »Serge«, Übersetzung: Frank Heibert, Hinrich Schmidt-Henkel. Hanser, € 22,–
  • Annika Büsing: »Nordstadt«. Steidl, € 20,–
  • Esther Kinsky: »Rombo«. Suhrkamp, € 24,–
  • Wolf Haas: »Müll«. Hoffmann und Campe, € 24,–
  • Harald Schmidt (Hrsg.): »In der Frittatensuppe feiert die Provinz ihre Triumphe: Thomas Bernhard – eine kulinarische Spurensuche«. Brandstätter, € 36,–
  • Christiane Hoffmann: »Alles, was wir nicht erinnern. Zu Fuß auf dem Fluchtweg meines Vaters«. C. H. Beck, € 22,–
  • Heinz Erhardt: »Der große Heinz Erhardt«. Lappan, € 20,–

Stephan Samtleben

  •  Lucy Fricke: »Die Diplomatin«. Ullstein, € 22,–

Titelliste (PDF)