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13.04.

ARTE-Dokumentationsreihe »Projekt Aufklärung«

Wissenschaft und Vernunft, Demokratie und Menschenrechte: Vor drei Jahrhunderten begann die Epoche der Aufklärung. Sie brachte Freiheit und Fortschritt – und legte das Fundament für die Moderne. Doch wie steht es im 21. Jahrhundert um das aufklärerische Projekt?

In der vierteiligen ARTE-Dokuserie begeben wir uns auf einen Roadtrip um den Globus zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Es ist eine Momentaufnahme durch die Brille der Aufklärung, rund um die Ideen von Gerechtigkeit, Verantwortung, Freiheit und Erkenntnis. Wie gehen wir mit dem drohenden Klimakollaps um, mit globaler Ungleichheit, strukturellem Rassismus, Verschwörungsmythen und der entfesselten Macht der Tech-Konzerne? Wer bestimmt über unser Wissen und unseren Körper? Welche Spuren haben Sklaverei und Kolonialismus in unserer Welt hinterlassen? Mit welchen Methoden können wir Lügen und Falschbehauptungen enttarnen? Welche Grenzen setzen wir Künstlicher Intelligenz und wissenschaftlichem Fortschritt, der es ermöglicht, das menschliche Erbgut zu verändern?

Das Netzwerk der Literaturhäuser zeigt in Zusammenarbeit mit seinem Kulturpartner ARTE die Dokumentation als Vorpremiere, jeweils in Verbindung mit Filmgesprächen, Diskussionen und Lesungen. Am 21. April 2022 lädt das Literaturhaus Hamburg zur Vorpremiere der Dokumentation »Was bedeutet Freiheit im 21. Jahrhundert?«. Der Eintritt zur Filmvorführung ist frei, um Anmeldung per Mail wird gebeten. Der Film startet um 17.30 Uhr, der Einlass beginnt 30 Minuten vor Start der Veranstaltung. Im Anschluss diskutieren Wolfram Eilenberger und Karl-Heinz-Ott im Philosophischen Café.

Sendetermine

13. April 2022 um 22.00 Uhr »Wo beginnt Verantwortung?«
​Mit Armen Avanessian, 52 Min., Deutschland 2022 (ARTE/rbb/SR/SWR/Radio Bremen)

20. April 2022 um 22.15 Uhr  »Wie wird Wissen zu Erkenntnis?«
Mit Anita Schjøll Brede, 52 Min., Deutschland 2022 (ARTE/rbb/SR/SWR/Radio Bremen)

27. April 2022 um 22.00 Uhr »Wie entsteht eine gerechte Welt?«
Mit Emilia Roig, 52 Min., Deutschland 2022 (ARTE/rbb/SR/SWR/Radio Bremen)

4. Mai 2022 um 22.10 Uhr »Was bedeutet Freiheit im 21. Jahrhundert?« 
Mit Pegah Ferydoni, 52 Min., Deutschland 2022 (ARTE/rbb/SR/SWR/Radio Bremen)

Auch nach der Ausstrahlung gibt es weitere Möglichkeiten, die Dokumentationsreihe zu sehen, zum Beispiel in der Mediathek von ARTE unter arte.tv

13.04.

Stellenangebot: Studentische Hilfskraft

Das Literaturreferat der Behörde für Kultur und Medien sucht ab 1. Oktober 2022 für mindestens ein Jahr (Verlängerung auf zwei Jahre erwünscht) studentische Unterstützung mit 15 bis 20 Wochenstunden für die Förderung des literarischen Lebens in Hamburg. Die Ausschreibung richtet sich an Studierende der Literatur-, Kultur-, Kommunikationswissenschaften oder vergleichbarer Fachrichtungen im Erststudium, die noch mindestens zwei Jahre eingeschrieben sind.

Aufgabenfelder

  • Recherchearbeiten und Erstellung von Dossiers zur Vorbereitung von Reden, Grußworten, Terminen und Projekten
  • Mithilfe bei der organisatorische Betreuung von Veranstaltungen, Stipendien und Preisen, u.a. der Hamburger Literaturpreise, des Hubert-Fichte-Preises und des Hamburger Buchhandlungspreises
  • Unterstützung bei redaktionellen Arbeiten und des Vertriebs des »ZIEGEL – Hamburger Jahrbuch für Literatur«
  • Mithilfe bei administrativen Aufgaben (z.B. Vorbereitung und Begleitung von Sitzungen)
  • Sichtung und Recherche zu den Veröffentlichungen von Hamburger Autor:innen

Voraussetzungen

  • Bewerber:innen müssen an einer Hochschule oder Universität als Studierende eingeschrieben, im fortgeschrittenen Studium (B.A./M.A.) sein und dürfen vorher noch nicht für die Stadt Hamburg oder die Universität Hamburg gearbeitet haben
  • Studierende im Zweitstudium mit einer vom Erststudium abweichenden Fachrichtung können leider nicht beschäftigt werden
  • ausgeprägtes Interesse an Gegenwartsliteratur und der Hamburger Literaturszene
  • strukturiertes, zuverlässiges, genaues und eigenverantwortliches Arbeiten
  • Belastbarkeit in intensiven Arbeitsphasen
  • Freude am Text und an der Kommunikation
  • Kenntnis der gängigen Office-Programme und Affinität zu Social Media
  • Kenntnis von Gestaltungsprogrammen wünschenswert

Die Arbeitszeiten werden auf zwei bis drei Tage aufgeteilt, die Einteilung erfolgt in Absprache mit einer weiteren studentischen Hilfskraft und ist flexibel. Das Literaturreferat der Behörde für Kultur und Medien bietet eine Vergütung von € 10,91/Stunde. Bitte senden Sie Ihre Onlinebewerbung (Motivationsschreiben, Lebenslauf, Zeugnisse in einer Datei) bis 15. Juni 2022 an antje.flemming@bkm.hamburg.de.
Weitere Informationen finden Sie unter https://www.hamburg.de/bkm/literatur/
Für Rückfragen steht Ihnen Dr. Antje Flemming unter T 040.428 24 288 gern zur Verfügung.

17.03.

Hamburger Literaturpreise 2022 und Residenzstipendien

Hamburger Literaturpreise 2022

Die Hamburger Literaturpreise, das Förderprogramm für Literatur der Behörde für Kultur und Medien, werden in sieben Kategorien vergeben: Buch des Jahres, Roman, Erzählung, Lyrik/Drama/Experimentelles, Kinder- und Jugendbuch, Comic und literarische Übersetzungen. Es werden insgesamt Preisgelder in der Höhe von 57.000 Euro vergeben.

Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien: »Mit den Hamburger Literaturpreisen fördern wir die literarische Vielfalt in unserer Stadt. Für zahlreiche Autorinnen und Autoren ist ein Hamburger Literaturpreis der Anstoß, aus ihrer literarischen Ambition eine Karriere zu machen. Ich freue mich, den Weg so renommierter Autorinnen und Autoren wie Isabel Bogdan, Katrin Seddig oder Stefan Beuse zu verfolgen, der einst mit einem Hamburger Literaturpreis begann. Außerdem hat sich im Laufe der Jahre ein höchst aktives Netzwerk rund um die Literaturpreise gebildet, das gerade in den letzten Monaten für Zusammenhalt und Zuversicht in der Szene gesorgt hat.«

Die Behörde für Kultur und Medien fördert mit den Hamburger Literaturpreisen Autorinnen und Autoren, Übersetzerinnen und Übersetzer sowie Zeichnerinnen und Zeichner, die in Hamburg oder im Gebiet des Hamburger Verkehrsverbundes ihren ersten Wohnsitz haben. Über die Vergabe entscheidet eine unabhängige fünfköpfige Jury, die in jedem Jahr neu zusammengestellt wird. Die Vergabe des Comic-Preises wird vom Hamburger Comicfestival e. V. begleitet, der die Comic-Übersetzerin und -Kuratorin Lilian Pithan als Expertin in die Jury entsendet. Für die Kategorie »Buch des Jahres« ist keine Eigenbewerbung möglich. Der Senator für Kultur und Medien Dr. Carsten Brosda verleiht die Auszeichnungen am 5. Dezember 2022 im Literaturhaus Hamburg.

In diesem Jahr erfolgt die Bewerbung erstmals über den Online-Dienst der Behörde für Kultur und Medien. Die Bewerbungsfrist endet am 30. Juni 2022.
Die vollständige Ausschreibung sowie die Bewerbungsunterlagen gibt es unter www.hamburg.de/bkm/literaturpreise oder www.literaturinhamburg.de/literaturpreise.php

Residenzstipendien für Literatur und bildende Kunst

Zum vierten Mal vergibt die Behörde für Kultur und Medien in Kooperation mit der Roger Willemsen Stiftung die »Hamburger Sommerresidenz« im Künstlerhaus des mareverlags an zwei Hamburger Autorinnen oder Autoren sowie an eine bildende Künstlerin oder Künstler. Außerdem erhält ein Autor oder eine Autorin ein Stipendium für das Brecht-Haus im dänischen Svendborg. Hamburger Kreative können sich bis zum 15. Mai 2022 für einen vierwöchigen Aufenthalt im August und September 2022 bewerben.

Die Bewerberinnen und Bewerber für die Residenzstipendien sollen ihren Lebensmittelpunkt in Hamburg haben, als professionelle Autoren und Autorinnen und bildende Künstler und Künstlerinnen tätig sein und entsprechende Referenzen vorweisen. Die Behörde für Kultur und Medien zahlt die Mieten für die Residenzen sowie zusätzlich 1.000 Euro Aufwandspauschale an die Stipendiaten und Stipendiatinnen.

Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien: »An Bertolt Brechts Schreibtisch arbeiten oder sich in Roger Willemsens Bibliothek festlesen: Die Künstlerhäuser bieten Inspiration abseits des Alltags, anregende Atmosphäre sowie Austausch mit anderen und machen so den Aufenthalt zu einer nachhaltigen Erfahrung für Künstlerinnen und Künstler. Nach mehr als zwei Jahren Einschränkungen durch die Pandemie können sie hier ihre kreativen Speicher auffüllen.«

Nikolaus Gelpke, Roger Willemsen Stiftung: »Dass die Idee von einem Künstlerhaus so gut aufgehen und in Zeiten der Pandemie so viel zusätzlichen Wert und Nutzen erhalten würde, war damals gar nicht zu ahnen. Wir sind sehr glücklich darüber, wie sich das Haus entwickelt und bereichert wird durch seine Bewohnerinnen und Bewohner – woran die Hamburger Kulturbehörde keinen geringen Anteil hat.«

Das Künstlerhaus des mareverlags in Wentorf bei Hamburg war das letzte Wohnhaus des Autors und Publizisten Roger Willemsen, der 2016 verstarb. Dank seines engen Freundes Nikolaus Gelpke, Verleger des mareverlags, wurde die Villa als Künstlerhaus des Verlages erhalten und schließlich der Roger Willemsen Stiftung als Künstlerresidenz zur Verfügung gestellt. Seit 2018 leben und arbeiten hier Stipendiaten und Stipendiatinnen aus verschiedenen künstlerischen Bereichen, die von der Stiftung betreut werden.

Das Brecht-Haus liegt auf der Insel Fünen in der dänischen Hafenstadt Svendborg und diente Bertolt Brecht, Helene Weigel und ihren Kindern zwischen 1933 und 1939 als Wohnhaus während des Exils. Das Reetdachhaus wurde zu Beginn der 1990er Jahre renoviert und beherbergt heute Kunst- und Kulturschaffende aus aller Welt.

Die vollständigen Ausschreibungen gibt es unter www.hamburg.de/bkm/stipendien.