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19.06.

Sommerlektüretipps vom Gemischten Doppel

Am 18. Juni haben Annemarie Stoltenberg und Rainer Moritz endlich wieder vor Publikum im Saal Bücher empfohlen. Wir wünschen Ihnen schöne Lesestunden im Sommer!

Annemarie Stoltenberg empfiehlt

  • Barbara Sichtermann: »Agatha Christie«. Osburg, € 24,–
  • Egyd Gstättner: »Klagenfurt. Was der Tourist sehen sollte«. Picus, € 20,–
  • Joachim Zelter: »Imperia«. Klöpfer, Narr, € 22,–
  • Gerhard Henschel: »SOKO Heidefieber«. Hoffmann und Campe, € 18,–
  • Susanne Kerckhoff: »Berliner Briefe«. Das Kulturelle Gedächtnis, € 20,–
  • Carl-Peter Steinmann: »Im Fluss der Zeit. Geheimnisse links und rechts der Spree«. Transit, € 18,–
  • Thorsten Nagelschmidt: »Arbeit«. S. Fischer, € 22,–
  • Kent Haruf: »Kostbare Tage«, Übersetzung: pociao/Roberto de Hollanda. Diogenes, € 24,–

Rainer Moritz empfiehlt

  • Ann Petry: »Die Straße«, Übersetzung: Uda Strätling. Nagel & Kimche, € 24,–
  • Olga Tokarczuk/Joanna Concejo: »Die verlorene Seele«, Übersetzung: Lothar Quinkenstein. Kampa, € 22,–
  • Anita Brookner: »Hotel du Lac«, Übersetzung: Dora Winkler. Eisele, € 20,–
  • Elizabeth Strout: »Die langen Abende«, Übersetzung: Sabine Roth. Luchterhand, € 20,–
  • Richard Russo: »Jenseits der Erwartungen«, Übersetzung: Monika Köpfer. DuMont, € 22,–
  • Anna Katharina Hahn: »Aus und davon«. Suhrkamp, € 24,–
  • Ulrich Johannes Schneider: »Der Finger im Buch. Die unterbrochene Lektüre im Bild«. 
  • Piet Meyer, € 28,40
  • Klaus Siblewski: »Es kann nicht still genug sein. Schriftsteller sprechen über ihre Schreibtische«. Kampa, € 24,–

Stephan Samtleben empfiehlt

  • Knud Romer: »Die Kartographie der Hölle«, Übersetzung: Ulrich Sonnenberg. Suhrkamp/Insel, € 25,–

Nächster Termin: Donnerstag, 15.10.2020  Zeit: 19.30 Uhr  Ort: Literaturhaus

18.06.

Literaturhauscafé wieder geöffnet

Das Literaturhauscafé ist ab dem 18.6.2020 wieder geöffnet – für den Übergang mit folgenden Öffnungszeiten: Mittwochs bis sonntags von 10.00–18.00 Uhr. Der Garten ist selbstverständlich auch geöffnet.

Reservieren können Sie über Opentable auf der Website des Literaturhauscafés, per E-Mail an hallo@literaturhauscafe.de oder telefonisch 040.2201300.

Die Buchhandlung Samtleben empfängt Sie zu den üblichen Öffnungszeiten im Laden – und jederzeit auf der Website buchhandlung-samtleben.buchkatalog.de.

Wir, der Literaturhaus-Verein, haben im Juli Sommerpause, also keine Veranstaltungen. Das Büro wird besetzt sein. Im August werden wir unser Programm fortsetzen – unter den gleichen Vorzeichen wie im Juni. Die Termine werden Anfang Juli online stehen, der Vorverkauf per E-Mail beginnt am 20.7. Unser Newsletter wird Sie rechtzeitig informieren. 

Programm im Jungen Literaturhaus wird es hoffentlich im September wieder geben können.

15.06.

Siegfried Lenz Preis 2020 an Ljudmila Ulitzkaja

Der Schriftsteller Siegfried Lenz hat 2014 eine Stiftung ins Leben gerufen, zu deren vornehmsten Aufgaben es gehört, einen Siegfried Lenz Preis zu vergeben. Der Preis wird alle zwei Jahre verliehen und ist mit 50.000 Euro dotiert. Die Preisträgerin 2020 ist die russische Erzählerin Ljudmila Ulitzkaja. 

Mit dem Siegfried Lenz Preis sollen internationale Schriftstellerinnen und Schriftsteller ausgezeichnet werden, die mit ihrem erzählerischen Werk Anerkennung erlangt haben und deren schöpferisches Wirken dem Geist von Siegfried Lenz nah ist. Die Auswahl trifft die Jury, bestehend aus Günter Berg, Vorstand der Siegfried Lenz Stiftung, Ulrich Greiner, Präsident der Freien Akademie der Künste, Prof. Dr. Rainer Moritz, Leiter des Literaturhauses, Annegret Schult, Buchhandlung Felix Jud, sowie Monique Schwitter, Autorin und Mitglied der Freien Akademie der Künste. Die bisherigen Preisträger waren der Israeli Amos Oz, der Engländer Julian Barnes und der Amerikaner Richard Ford. 

Die Siegfried Lenz Stiftung ehrt mit Ljudmila Ulitzkaja eine bedeutende Schriftstellerin Russlands. Ihre Romane und Erzählungen spiegeln die Tragödie des 20. Jahrhunderts, die Epoche der Gewaltherrschaft und des Genozids. Die vielfältigen und vielschichtigen Figuren ihrer erzählerischen Welt kämpfen ums Durchkommen, ums Überleben. Manche glauben an Gott, andere an sich selbst, und alle hoffen sie auf Menschlichkeit. Ulitzkaja entwickelt aus diesen Schicksalen ein grandioses Gewebe, das Gegenwart und Vergangenheit miteinander verbindet, das Religiöse mit dem Politischen, das Gesellschaftliche mit dem Persönlichen. Ihre weit gespannte Erzählkunst ist multiperspektivisch, sie bezieht reale und fiktive Dokumente ebenso ein wie die Biografie der Autorin. Denn Ulitzkaja, Jahrgang 1943 und in Moskau aufgewachsen, ist jüdischer Herkunft, und sie hat sich als Kritikerin der Putin-Regierung mehrfach unbeliebt gemacht.

Ljudmila Ulitzkaja, 1943 geboren, wuchs in Moskau auf und ist eine der wichtigsten zeitgenössischen Schriftstellerinnen Russlands. Sie schreibt Drehbücher, Hörspiele, Theaterstücke und erzählende Prosa. Auf Deutsch erschienen u.a. im Verlag Volk & Welt, Berlin, Sonetschka: Eine Erzählung (1992), Medea und ihre Kinder (Roman 1997), Ein fröhliches Begräbnis (Roman 1998), Reise in den siebenten Himmel (Roman 2001). Im Carl Hanser Verlag, München, erschienen Die Lügen der Frauen (Erzählungen 2003), das Kinderbuch Ein glücklicher Zufall (2005), Ergebenst, euer Schurik (Roman 2005), Maschas Glück (Erzählungen 2007), Daniel Stein (Roman 2009), Das grüne Zelt (Roman 2012), Die Kehrseite des Himmels (2015) und Jakobsleiter (Roman 2017). Alle Werke der Autorin wurden von Ganna-Maria Braungardt aus dem Russischen ins Deutsche übertragen. 2008 erhielt Ljudmila Ulitzkaja den Aleksandr-Men-Preis für die interkulturelle Vermittlung zwischen Russland und Deutschland, 2014 den Österreichischen Staatspreis für Europäische Literatur.

Die feierliche Preisübergabe findet im Hamburger Rathaus am Freitag, den 19. März 2021 statt. Aufgrund der momentanen Situation in Zusammenhang mit dem Corona-Virus wurde der Termin vorsorglich ins nächste Frühjahr verlegt. Der Preis wird vom Ersten Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg und der Siegfried Lenz Stiftung überreicht. Am Vorabend der Preisverleihung, Donnerstag, 18. März 2021, wird Ljudmila Ulitzkaja, auch auf Einladung des Literaturhauses, in der Freien Akademie der Künste zu Gast sein. 
 
Weitere Informationen erhalten Sie über die Siegfried Lenz Stiftung: www.siegfriedlenz-stiftung.org