NEWS

17.10.

Lektüretipps für den Herbst

Was uns dieser Herbst bringen wird? Wir wissen es nicht, es bleibt die Hoffnung auf bessere Tage. Bücher verändern in der Regel unsere Welt nicht, aber sie bieten Fluchträume, stiften Trost und regen vor allem dazu an, unsere Conditio humana neu zu überdenken. Vielleicht sind Bücher deshalb notwendiger denn je. Welche das sein könnten, danach haben Annemarie Stoltenberg und Rainer Moritz Ausschau gehalten. 

Annemarie Stoltenberg empfiehlt:

  • Dörte Hansen: »Zur See«. Penguin, € 24,–
  • Alex Capus: »Susanna«. Hanser, € 25,–
  • Daniela Dröscher: »Lügen über meine Mutter«. Kiepenheuer & Witsch, € 24,–
  • Christoph Peters: »Der Sandkasten«. Luchterhand, € 22,–
  • Amor Towles: »Lincoln Highway«, Übersetzung: Susanne Höbel. Hanser, € 26,–
  • Toril Brekke: »Ein rostiger Klang von Freiheit«, Übersetzung: Gabriele Haefs, Stroux Edition, € 24,–
  • Kristina Gorcheva-Newberry: »Das Leben vor uns«, Übersetzung: Claudia Wenner. C.H. Beck, € 25,–
  • Heinrich Steinfest: »Der betrunkene Berg«. Piper , € 22,–
  • Bonustitel: Rainer Moritz: »Das Schloss der Erinnerungen«. Kampa, € 20,–

Rainer Moritz empfiehlt:

  • Christine Wolter: »Die Alleinseglerin«. Ecco, € 22,–
  • Achim Bogdahn: »Unter den Wolken. Meine Deutschlandreise auf die höchsten Berge aller 16 Bundesländer«. Heyne, € 22, –
  • Ralf Rothmann: »Die Nacht unterm Schnee«. Suhrkamp, € 24,–
  • Lisa Eckhart: »Boum«. Zsolnay, € 25,–
  • Jochen Schmidt: »Phlox«. C.H. Beck, € 25,–
  • Martina Clavadetscher: »Vor aller Augen«. Unionsverlag, € 24,–
  • Annabelle Hirsch: »Die Dinge. Eine Geschichte der Frauen in 100 Objekten«. Kein & Aber, € 32,–
  • Honorée Fanonne Jeffers: »Die Liebeslieder von W.E.B. Du Bois«, Übersetzung: Maria Hummitzsch, Gesine Schröder. Piper, € 28,–

Stephan Samtleben empfiehlt:

  • David Mitchell: »Utopia Avenue«, Übersetzung: Volker Oldenburg. Rowohlt, € 26,–

Titelliste (PDF)

Nächster Termin: 7. Dezember 2022

13.10.

Hamburger Literaturpreise 2022

Die Hamburger Literaturpreise werden in sieben Kategorien vergeben und sind mit insgesamt 57.000 Euro dotiert. Die Jurorinnen und Juroren haben nun in der ersten Jurysitzung die Autorinnen und Autoren in der Kategorie »Buch des Jahres« nominiert. Wer den Preis in diesem Jahr mit nach Hause nehmen darf, wird aber erst Mitte November final bekanntgegeben.

Nominiert sind in alphabetischer Reihenfolge: Kristine Bilkau für »Nebenan« (Luchterhand), Anselm Neft für »Späte Kinder« (Rowohlt), Marie-Alice Schultz für »Der halbe Apfel« (Frankfurter Verlagsanstalt), Claudia Schumacher für »Liebe ist gewaltig« (dtv) und Birgit Weyhe für »Rude Girl« (Avant).

Zuletzt wurden in der Kategorie »Buch des Jahres« 2021 Andreas Moster für »Kleine Paläste« (Arche) und 2020 Benjamin Maack für »Wenn das noch geht, kann es nicht so schlimm sein« (Suhrkamp Verlag) ausgezeichnet.

Vergeben wird der Preis in sieben Kategorien: Roman, Erzählung, Lyrik/Drama/Experimentelles, Kinder- und Jugendbuch, Comic und Literarische Übersetzungen. Die Preisverleihung findet am Montag, den 5. Dezember 2022, im Literaturhaus Hamburg statt.

12.10.

Schweizer Buchpreis: Zwei der Nominierten in Hamburg

Endlich steht fest, welche der für den Schweizer Buchpreis Nominierten sich und ihre Werke am 30.10. bei »Literaten im Hotel« vorstellen werden!

Der schweizerisch-australische Autor, Übersetzer und Dramaturg Simon Froehling betritt nach längerer Pause nun endlich mit seinem zweiten Roman »Dürrst« (Bilger) wieder die literarische Bühne. Die in der zweiten Person zum Besten gegebene Erzählung über einen homosexuellen Mann, der sich nicht nur zwischen Dating- und Künstlerszene, sondern auch zwischen den beiden Extremen seiner bipolaren Erkrankung bewegt, nimmt uns mit auf eine Reise in verschiedene europäische Städte und die damit verbundene Suche nach dem ganz eigenen Weg.

Die in Lausanne und Berlin lebende Lyrikerin und Erzählerin, Lioba Happel erhielt bereits zahlreiche Preise und Stipendien für ihr Werk. Mit »Pommfritz aus der Hölle« (Pudelundpinscher) erschafft sie einen Briefroman experimenteller Art: Der sich im Gefängnis befindende Pommfritz berichtet seinem Vater in Briefen vom Mord, den er an seiner Mutter begangen hat und dem darauffolgenden Verspeisen der Fingerkuppe. Doch nicht nur die schockierende Tat wird erfahrbar, sondern auch die dahinter versteckte Mutter-Sohn-Beziehung, sowie des Täters Aufwachsen bei der Mutter.

Ebenfalls auf der Shortlist stehen Kim de l’Horizon mit »Blutbuch« (Dumont),  Thomas Hürlimann mit »Der rote Diamant« (S. Fischer) und Thomas Röthlisberger mit »Steine zählen« (Edition Bücherlese).

Weitere Informationen zur Veranstaltung im Hotel Wedina finden Sie hier.