14.4.

Gabriele von Arnim – Im Livestream

liest aus ihrem neuen Buch »Das Leben ist ein vorübergehender Zustand«

Ein Schlaganfall und ein weiterer zehn Tage später haben ihren Mann aus allem herauskatapultiert, was er bis dahin gelebt hatte. Und aus ihr wird die Frau des Kranken. Der nicht deutlich sprechen, nicht gehen, nicht lesen, nicht schreiben kann – aber nach wie vor wasserhell denkt. Ausgeschlossen von der Welt, die er bisher so großräumig bewohnt hat. Ein zerstörter Mensch, ein Bär ohne Wildnis. Und sie sitzt ratlos zusammen mit der Vergangenheit und der Zukunft auf der schmalen Bank namens Jetzt. Wie lebt man Krankheit? Zehn Jahre lang haben die beiden gekämpft, gelitten, gewütet und sich gegenseitig mit neuer Innigkeit kennengelernt.

Die Berliner Literaturkritikerin und Autorin Gabriele von Arnim beschreibt in diesem Text, wie schmal der Grat ist zwischen Fürsorge und Übergriffigkeit, Zuwendung und Herrschsucht. Wie leicht Rettungsversuche in demütigender Herabwürdigung enden. Und Aufopferung erbarmungslos wird. Wie liebt und hütet man einen Mann, der an dem Tag zusammenbricht, an dem man ihm gesagt hat, man könne nicht mehr leben mit ihm?

»Das Leben ist ein vorübergehender Zustand« (Rowohlt) ist eine leidenschaftliche, so kühle wie zärtliche Erzählung eines bedrängten Lebens.

Moderation: Rainer Moritz

Kulturpartner NDR Kultur

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Informationen
Datum
Mittwoch, 14.4.2021
Zeit
19.30 Uhr
Eintritt
€ 5,–
Ort
Literaturhaus

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