Ein Hubert-Fichte-Abend
21. März 1935: Hubert Fichte wird als unehelicher Sohn des jüdischen Händlers Erwin Oberschützki und der Stenotypistin Dora Fichte in Perleberg, Brandenburg geboren. Aufgrund des sich zuspitzenden Antisemitismus in Deutschland emigriert der Vater nach Schweden. Die Mutter kehrt mit ihrem Sohn Hubert zurück in ihr Elternhaus in Hamburg-Lokstedt. Dort wächst der junge Hubert Fichte zunächst auf, bevor er im Zuge der Kinderlandsverschickung nach Bayern gebracht wird und ein Jahr im Waisenhaus lebt. In den Nachkriegsjahren verbringt der junge Fichte viel Zeit in Hamburgs Theatern und knüpft erste Kontakte zu Schauspielern, Künstlern und Schriftstellern. Schon früh zieht es Fichte aber hinaus in die Welt. Er trampt durch Europa, erlernt den Beruf des Landwirtes, arbeitet als Schafhirte und Schauspieler, bis er sich immer konzentrierter dem Schreiben widmet. Zurück in Hamburg lernt er das St. Pauli der 1960er und 1970er Jahre kennen, das seine literarischen Werke maßgeblich beeinflussen soll. Der Schreibstil ist journalistisch-dokumentarisch, seine Sprache direkt und frei von Konventionen. Für seinen Debütroman »Das Waisenhaus« erhält er 1965 den Hermann-Hesse-Preis. Mit »Die Palette« setzt er der titelgebenden Kneipe ein literarisches Denkmal.
Lesung: Jonas Hien
21. März 1935: Hubert Fichte wird als unehelicher Sohn des jüdischen Händlers Erwin Oberschützki und der Stenotypistin Dora Fichte in Perleberg, Brandenburg geboren. Aufgrund des sich zuspitzenden Antisemitismus in Deutschland emigriert der Vater nach Schweden. Die Mutter kehrt mit ihrem Sohn Hubert zurück in ihr Elternhaus in Hamburg-Lokstedt. Dort wächst der junge Hubert Fichte zunächst auf, bevor er im Zuge der Kinderlandsverschickung nach Bayern gebracht wird und ein Jahr im Waisenhaus lebt. In den Nachkriegsjahren verbringt der junge Fichte viel Zeit in Hamburgs Theatern und knüpft erste Kontakte zu Schauspielern, Künstlern und Schriftstellern. Schon früh zieht es Fichte aber hinaus in die Welt. Er trampt durch Europa, erlernt den Beruf des Landwirtes, arbeitet als Schafhirte und Schauspieler, bis er sich immer konzentrierter dem Schreiben widmet. Zurück in Hamburg lernt er das St. Pauli der 1960er und 1970er Jahre kennen, das seine literarischen Werke maßgeblich beeinflussen soll. Der Schreibstil ist journalistisch-dokumentarisch, seine Sprache direkt und frei von Konventionen. Für seinen Debütroman »Das Waisenhaus« erhält er 1965 den Hermann-Hesse-Preis. Mit »Die Palette« setzt er der titelgebenden Kneipe ein literarisches Denkmal.
Lesung: Jonas Hien